
Kronen Zeitung
BEI 1:8-KLATSCHE
„Riesen-Frechheit!“ Bayern-Tor sorgt für Aufregung
„Das 5:1 ist eine Riesen-Frechheit“, war Wolfsburg-Kapitän Maximilian Arnold nach der 1:8-Klatsche gegen die Bayern wegen einer Szene besonders aufgebracht.
Der FC Bayern ist mit einem Torfestival ins Fußballjahr 2026 gestartet! Die Münchner fertigten den VfL Wolfsburg am Sonntagabend in der Allianz Arena mit 8:1 ab. Während die Bayern ein Offensiv-Feuerwerk abbrannten, herrschte bei den Wolfsburgern Frust pur. Trainer Daniel Bauer entschuldigte sich nach dem Spiel für den Auftritt seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit, Kapitän Maximilian Arnold sprach sogar von einer „peinlichen“ Vorstellung. Doch der Ärger richtete sich nicht nur gegen die eigene Leistung.
Besonders eine Szene vor dem zwischenzeitlichen 5:1 brachte die Wolfsburger auf die Palme. „Das 5:1 ist eine Riesen-Frechheit. Man kann nicht den Innenverteidiger zu sich holen und dann anpfeifen, sodass die Position nicht besetzt ist. Das ist eine Frechheit“, polterte Arnold nach dem Spiel.
Was war passiert?
In der 67. Minute unterbrach Schiedsrichter Florian Badstübner nach einem Foul von Lovro Majer an Tom Bischof kurz die Partie. Anschließend winkte er Wolfsburgs Innenverteidiger Moritz Jenz zu sich, um ihn wegen eines vorangegangenen Fouls an Josip Stanisic zu ermahnen. Während Jenz noch auf Höhe der Mittellinie beim Schiedsrichter stand, wurde das Spiel wieder freigegeben – mit fatalen Folgen. Leon Goretzka schaltete blitzschnell, spielte einen Steilpass auf Harry Kane, der den Ball uneigennützig querlegte. Raphael Guerreiro hatte keine Mühe und schob zum 5:1 ein.
Pikant: Genau den Raum, den Jenz in diesem Moment in der Defensive offenließ, nutzte Kane für seinen Laufweg. Die Wolfsburger protestierten sofort, Trainerstab und Spieler suchten den Dialog mit dem Vierten Offiziellen und dem Referee – ohne Erfolg.
Bayern gnadenlos
Badstübner blieb bei seiner Entscheidung, Bayern machte eiskalt weiter. Nur 20 Sekunden nach dem Wiederanpfiff traf Kane selbst zum 6:1 per Traumtor. Am Ende stand ein historisches 8:1, der 14. Sieg im 16. Bundesliga-Spiel der Saison für die Münchner. Und die Wolfsburger müssen diese Klatsche erst einmal verarbeiten.
Knapp vor Saisonhalbzeit haben Konrad Laimer und Co. schon elf Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Borussia Dortmund – von Bayern-Jägern kann aktuell keine Rede mehr sein. „Das schmeckt gut, muss ich sagen. Das haben wir uns auch vorgenommen, uns hier zu Hause an so einem kalten Jännertag so ein bisschen in die Herzen wieder reinzuspielen. Das hat gut geklappt“, sagte Bayerns Torhüter Manuel Neuer bei DAZN. Das Kompany-Ensemble ist in der Liga noch ungeschlagen, hat 44 von möglichen 48 Punkten eingefahren und ist sogar auf dem besten Weg, den Rekord der Blitzmeisterschaft aus der Saison 2013/14 zu knacken. Damals stand der FC Bayern am 25. März und nach dem 27. Spieltag als deutscher Meister fest.
Torrekord im Blick
Angesichts von 63 Toren in 16 Spielen, also fast vier Treffer pro Spiel, spricht viel dafür, dass es am Ende der Saison einen Tor-Rekord geben könnte. 1971/72 (101 Tore) und 2019/20 (100 Tore) trafen die Münchner jeweils dreistellig. „Es sind diese Momente, in denen es 5:1, 6:1 oder 7:1 steht und wir trotzdem weitermachen, weiter pressen und versuchen, noch mehr Tore zu schießen. Das mag ich sehr“, schwärmte Kompany vom Torhunger seiner Mannschaft.
Harry Kane führt die Schützenliste der Liga mit 20 Treffern überlegen an, Michael Olise und Luis Díaz belegen mit jeweils neun Treffern den geteilten zweiten Platz. Der Franzose Olise und der Kolumbianer Diaz verzaubern als Flügelzange wie einst Arjen Robben und Franck Ribéry mit ihrer Technik, ihren Tricks und ihrem Tordrang. Noch fehlen dem Duo aber die großen Erfolge.
Dortmund ist am Dienstag mit Marcel Sabitzer im Heimspiel gegen Werder Bremen (Marco Friedl, Romano Schmid, Marco Grüll, Maximilian Wöber) gefordert, den Spitzenreiter nicht noch weiter enteilen zu lassen. Die Bayern schließen ihre Hinrunde am Mittwoch mit dem Gastspiel beim 1. FC Köln (Florian Kainz) ab.
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